|
Das Zentrum des Wissens
der Druiden befand sich schon im Jahrtausend v.Chr. nicht von ungefähr in
Bajardo.
Sicher, die Zeiten haben
sich geändert. Satelliten- TV und Video in den Häusern. Wo früher
Lastesel die winkligen Gassen hochkletterten, brummt längst die
dreirädrige "Biene", Ape auf italienisch. Und doch treffen wir
noch auf Menschen und Landschaften von faszinierender Unverfälschtheit.
Als wäre die Zeit in dem 300-Seelen-Dorf, wenn nicht stehengeblieben, so
doch in Bummelstreik getreten. Jahrhunderte alte Bräuche und Traditionen
sind noch lebendig, Grundwerte wie Vertrauen und Gastfreundschaft stehen
hoch im Kurs. In den Haustüren stecken die Schlüssel von außen. Jeder
kennt jeden, und den Fremden empfängt man mit dem alten römischen Gruß
"Salve!" Diese historischen Siedlungsformen sind nun
Ausgangspunkt für wiederentdeckte Lebensformen mit
freundschaftlichen Beziehungen und frei von Zwängen jeglicher Art.
Die Höhen und Täler der angrenzenden Seealpen
gelten als Garten Eden Liguriens. Ein Paradies im Licht südlicher Sonne:
Verschwenderische, farbenfrohe Vegetation unter dem intensiven Kobaltblau
des Himmels. Versteckt in den dichten Wäldern vor der zerklüfteten
Kulisse der über 2000 Meter hohen Seealpen, haben sich glasklare
Wildbäche tief in die Felsen gegraben. Prähistorische Höhlen erzählen
dramatische Geschichten von Bären und anderen Bewohnern.
Hier hat die Geschichte
im Einklang mit der Natur ideale Voraussetzungen geschaffen für kreative
Menschen.
Die
rasante technische Entwicklung schafft immer neue Berufe, wie z.B. die
Telearbeit.
Der
Telearbeiter als unternehmerisch und kreativ denkender Mensch findet im
zukünftigen Teledorf Bajardo, wo der Historie, der Kultur und dem Ursprung keine Verfremdung
wiederfährt, ein gleichzeitig
technisiertes Dorf mit einer großartigen Cybervision vor. Bei der
Wiederherstellung der Häuser und Gassen wird streng auf Authentizität
geachtet. In Bioarchitektur kommen ausschließlich Materialien
wie Schiefer, Stein, Holz, Terracotta usw. zur Anwendung. Jedes der
Häuser wird, nach voraufgegangenen langjährigen Studien seine
ursprüngliche Identität wiedererhalten. Bei der Technisierung wird
auf Hightechqualität geachtet. Bajardo wird einen hochtechnischen Kern
erhalten, die historischen Gebäude werden komplett mit Glasfaser
verkabelt und mit aller Welt verbunden. Die Wohnungen
werden direkten Internetanschluss haben. Der historische Ortskern erhält
ein eigenes Telefonnetz, Intranet und Satelliten-TV. Voice-Mail und
Videokonferenzen sind Standard und zukünftige Technologien wie Video auf
Abruf oder interaktives Fernsehen können hier, sobald verfügbar, genutzt
werden.
Bajardo bietet kreativen Menschen,
die kommen möchten, Platz zum leben und arbeiten. Die Landesregierung und
die EU haben spezielle Förderprogramme geschaffen. Die Gemeinde und seine
alten Bewohner bieten Toleranz gegenüber seinen neuen Bewohnern und
Lebensqualität auf dem Land, jedoch verbunden mit dem übrigen Teil der
Welt.
Bajardo ist noch von
heiterem italienischen Leben erfüllt. Kinder toben in den
Gassen, die Alten sitzen vor der Tür oder treffen sich bei
Massimo in der Bar. Dieser sehr wirkliche Teil Italiens soll erhalten
bleiben, als Ort des Wissens, der Kultur und der Kreativität.
|